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    Irland / Dublin - Wicklow
    Birr: Lohnenswert ist ein Besuch von Birr Castle. Das Schloss selbst kann nicht besichtigt werden. Im Park aber befinden sich einige Attraktionen, darunter das Rosse Teleskop, das Anfang des 20. Jahrhunderts das größte der Welt war. Slieve Bloom Mountains: Was heute eine sanfte Hügelkette ist, die sich auf rund 500 Höhenmetern über die Grafschaften Offaly und Laoise erstreckt, ist eines der ältesten Gebirge Europa – und war einst eines der mächtigsten. Geologen schätzen die Bergspitzen der Vorzeit auf 3.700 Meter! Damit sind diese Berge ein Paradebeispiel für die Kraft der Verwitterung, die mehr als 80 Prozent der einstigen Masse abgetragen hat. Die Straßenführung folgt dem Schwung der Hügel und eröffnet immer wieder prächtige Ausblicke, etwa bei Kinnitty. Port Laoise: Am östlichen Ende der Bergkette gelegen, bietet der Ort vor allem Gelegenheiten zur Rast. Wer mag, sollte sich den Abstecher zum nur fünf Kilometer entfernten Rock of Dunamase gönnen. Auf diesem strategisch herausragenden Felsen sind Überreste von Festungsanlagen aus einigen Jahrhunderten gefunden worden. Und der Blick westwärts auf die Slieve Bloom Mountains ist ebenfalls beeindruckend. Castlecuff: Die Ruinen eines befestigten Landhauses stehen unwirklich in der Landschaft. Bis auf eine Rückwand sind nämlich nur die Kamine stehen geblieben. Tullamore: Der Ort lebt von seiner zentralen Lage im Herzen Irlands – und von der Bekanntheit des 1829 erstmals hier gebrannten Whiskeys Tullamore Dew. Die Anlage wurde bereits in den 1950er Jahren geschlossen, der Whiskey seither in Midleton produziert. Die alte Destille kann dennoch besichtigt werden.
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    Irland / Sligo - Donegal
    Killybegs: Zwei Dinge machen den Ort einzigartig: Zum einen ist er der wichtigste Fischereihafen Irlands. Ein Großteil der nationalen Fangflotte liegt hier. Zum anderen steht im International Carpet Making and Fishing Center, einem gelungenen Mix aus Manufaktur und Museum, der größte Handwebstuhl der Welt. Slieve League: Auf 20 Kilometern windet sich die Straße kurven und abwechslungsreich an der Fintragh Bay entlang. Dann folgt die Zufahrt zum Aussichtspunkt Carrigan. Von hier hat man beste Sicht auf die bis zu 600 Meter hohen Steilklippen. Und die Strecke ist ebenfalls spektakulär. Es geht Auf und Ab wie auf eine Achterbahn mit steilen Ausblicken aufs Meer und wenig Randsicherung. Glenesh Pass: Einer dieser unscheinbaren Übergänge für die Irland bekannt ist, führt an einer Handvoll Gipfel vorbei, die auf gut 500 Meter ansteigen. Ardara: In der Umgebung des aufstrebenden Städtchens gibt es einiges zu entdecken, darunter ein paar keltische Grabstätten oder die Wasserfälle Maghera Falls. Ein Abstecher könnte von hier aus auch noch zum Loughros Point eingelegt werden. Dort wartet die felsige Küste mit fantastischen Ausblicken auf den tosenden Atlantik auf. Dunglow: Ähnlich wie Letterkenny eignet sich Dunglow (teilweise auch Dungloe geschrieben) bestens als Basis für einen mehrtägigen Aufenthalt im nordwestlichen Irland. Vor allem wer die Inselwelt erkunden möchte, freut sich das Gepäck im Hotel zurücklassen zu können. Das Übernachtungsangebot ist aber überschaubar. Entsprechend sollte ein Aufenthalt gut geplant und definitiv vorgebucht werden.
    Irland / Belfast - Down - Armagh
    Kells: Unsere Route folgt zunächst dem Fluss Boyne stromaufwärts ins Landesinnere. Es geht vorbei an Slane, einem Ort mit langer Geschichte. Frühchristliche Funde und eine Verbindung zu Irlands Schutzheiligem, St. Patrick, sind da wenig überraschend. In Kells stehen noch heute die Reste einer Abtei, die bereits im 9. Jahrhundert als Kloster diente. Markant sind vor allem ihre fünf Keltenkreuze. Carrickmacross: Der kleine Marktflecken liegt in einem flachen, von Landwirtschaft geprägtem Landstrich im irischen Inland. Abseits aller Touristenströme entlang der Küste der Grünen Insel bietet diese Route einen tiefen Einblick ins Alltagsleben des Landes. Castleblayney: Im weiteren Verlauf windet sich die Route vorbei an zahlreichen kleinen Gewässern, die Teil der inneririschen „Seenplatte“ sind. Dazu gehört auch der größte See der Grafschaft: Lough Muckno. Armagh: Irland ohne St. Patrick wäre wie ein Winter ohne Schnee. Nirgendwo ist der Kult um den Staatsheiligen tiefer verwurzelt als in Armagh. Hier soll Patrick ein Kloster gegründet und den Ort zu seiner „Hauptstadt der Christianiserung“ erhoben haben. Gleich zwei Kathedralen befinden sich heute in Armagh, dem Sitz beider Erzbischöfe: eine der Church of Ireland zugehörige, die auf dem „heiligen Grund“ des Patrick‘schen Klosters steht, und eine jüngere römisch-katholische aus dem 19. Jahrhundert. Ein echtes Schmuckstück der Stadt ist die Bibliothek. Zu den herausragenden Stücken gehört auch Jonathan Swifts persönliche Kopie der Erstausgabe von Gullivers Reisen, in der noch seine Korrekturvermerke zu finden sind.
    Irland / Galway - Mayo - Sligo
    Newport: Die gleichnamige Bucht besticht durch Dutzende kleiner Eilande: ein eindrucksvolles Bild. In der Nähe des Ortes erhebt sich ein besonders schönes Beispiel der weit verbreiteten Turmhäuser, die in Irland dennoch als Burgen gelten: Rockfleet Castle. Zuvor machen die nicht minder sehenswerten Reste des Klosters Burrishoole am Wegesrand auf sich aufmerksam. Corraun: Bei einer Runde über diese Halbinsel, die nur über eine schmale Landbrücke mit dem Festland verbunden ist, eröffnen sich immer wieder wunderbare Ausblicke auf die vorgelagerte Insel Achill. Sie ist die größte aller die Hauptinsel umgebenden Eilande und umfasst 146 Quadratkilometer. Natürlich ist sie auch einen Besuch wert, der aber nicht im Rahmen einer solchen Tagesetappe möglich ist. Dafür sollte man schon ein, zwei Tage extra einplanen. Allein der Atlantic Drive im Westen lohnt aber den Aufwand. Ballycroy: Zurück auf dem Festland führt der weitere Verlauf der Route erst einmal durch den Ballycroy National Park, eines der größten erhaltenen Sumpfgebiete Westeuropas. Östlich flankieren die zahlreichen Gipfel des Nephin Beg Gebirgszuges den Weg. Belmullet: Wir gönnen uns einen Abstecher Richtung der Mullet- Halbinsel. An der Zufahrt liegt Belmullet, ein netter Platz für die „Halbzeitpause“ des Tages.. Ballycastle: Nach einer ruhigeren Überbrückungsetappe ist die Küste wieder erreicht und beeindruckt bis Ballycastle erneut mit Steilkippen und reichlich geschichtsträchtigen Punkten. Einige megalithische Kammergräber reihen sich am Wegesrand auf, sind aber teilweise nur schwer zu entdecken.
    Irland / Belfast - Down - Armagh
    Ardglass: Auf dem Weg in diesen Fischerort passiert die Route einige der schönsten Sandstrände der Gegend. Die Stadt selbst war im späten Mittelalter Irlands wichtigster Hafen und wurde von einem halben Dutzend bewohnter Wehrtürme geschützt. Die Überreste von zumindest vier sind heute noch sichtbar. Strangford: Der Ort ist Namensgeber für den größten Meeres- arm der Britischen Inseln mit gut 150 Quadratkilometern Fläche: Strangford Lough – und liegt an seiner Mündung in die Irische See. Eine Fähre bringt übersetzenden Verkehr nach Portaferry und damit auf die Halbinsel Ards. Hier besteht die Möglichkeit auf dem weiteren Weg entweder dem Ufer des Meeresarms zu folgen, oder – wie von uns vorgeschlagen, auf der Küstenstraße zu bleiben. Donaghadee: Der Hafen der kleinen Stadt mit seinem Leuchturm am Ende des Piers ist ein beliebtes Fotomotiv. Bangor: Kurz vor dem Etappenziel in Nordirlands Metropole Belfast lohnt noch ein Stopp in diesem Ort. Bangor ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Hauptstädter und an Wochenenden sowie im Hochsommer besser zu meiden. Allerdings ist der Anblick der beleuchteten Häuserfassaden an der Seacliff Road bei einsetzender Dämmerung von der Kaimauer aus ein Augenschmaus. Belfast: Nordirlands Hauptstadt erholt sich so langsam. Die Innenstadt wurde herausgeputzt, an den alten Werftanlagen entstehen hypermoderne Bauwerke, darunter auch die bereits fertiggestellte Ausstellungshalle zu Titanic Belfast. Das multimediale Museum rund um die tragische Geschichte des Luxusdampfers ist ein Muss. Wir empfehlen mindestens zwei Nächte Aufenthalt.
    Irland / Wexford - Waterford - Kilkenny
    Kilkenny: Mit einem Partyabend ist es in dieser Stadt nicht getan, dazu gibt es zu viel zu entdecken. Gleich zwei Kathedralen leistet sich der Ort, eine anglikanische (immerhin Irlands zweitgrößte mittelalterliche) und eine römisch- katholische. Dann darf aber die Abfahrt auf diese 190 Kilometer lange Etappe locken. Und es geht gleich mal sanft gewunden durch die sich lang übers Land streckenden Slieveardagh Hills. Cashel: Der Rock of Cashel gilt als „das“ irische Wahrzeichen. Legenden sehen in ihm einen magischen Sitz von Feeen und Geistern. Weit über tausend Jahre lang war es Königsburg, Christianisierungs- Zentrum und Symbol der irischen Unabhängigkeit. Zusätzlich ist auch die großartige Burg von Cahir eine Besichtigung wert. Lismore: Auf dem Weg in diesen Ort überwindet die Route einen ersten „Gap“. Im Gegensatz zu den uns bekannten Pässen sind die irischen Gaps zwar auch Gebirgsübergänge, suchen sich aber eher einen leichten, unterhalb der Gipfel vorbeiführenden Spalt im Felsmassiv. Dieser hier hat an der Nordrampe ein paar schöne „hairpins“ (enge Kehren) zu bieten. Lismore: An Kathedralen und Kastellen herrscht in Irland wahrlich kein Mangel. Auch dieser Ort verfügt über je ein sehenswertes Exemplar jeder Gattung. Cork: Für die zweitgrößte Stadt des Landes sollte man sich ruhig zwei Tage Zeit nehmen. Der Ruhetag fürs Motorrad lässt sich leicht mit Besichtigungen, Schlendern, Schauen und natürlich Shopping füllen. An den Ufern des Lee und im Zentrum um die prächtige St. Patrick‘s Street ist immer genügend los. Oder wie wäre es mal mit einem Besuch im „Butter Museum“? Gibt‘s hier auch…
    Irland / Clare - Galway
    Liscannor: Es gibt zwei gleichermaßen faszinierende Alternativen für eine Fahrt um die Galway- Bucht. Diese hier folgt der Küste, wozu wir nach Liscannor abschwenken und zunächst der gleichnamigen Bucht folgen. Cliffs of Moher: Nur wenige Kilometer weiter wartet die größte Attraktion: Irlands bekannteste Klippen. Auf einer Länge von acht Kilometern ragen sie zwischen 120 und über 200 Metern weitgehend senkrecht aus dem Meer. Während Wanderer freien Zutritt haben, müssen alle motorisiert anreisenden Besucher den kostenpflichtigen Parkplatz nehmen – und damit Eintritt zahlen. Das gesamte Gebiet der Klippen ist abgesperrt und stark reglementiert. So eindrucksvoll sie auch sein mögen: Ein Genuss kommt anderenorts eher auf. Die höchsten Klippen Irlands sind es auch nicht, die folgen weiter nördlich am Wild Atlantic Way (Slieve League, Karte 8). Vor der Küste sind in der Ferne die Aran Islands auszumachen. Black Head: Nach einem kurzen Abstecher ins Landesinnere geht es zurück ans Meer, dem Wild Atlantic Way folgend. Der bringt uns dann vorbei an vielen kleinen Buchten zum Black Head. Wieder ist es einer dieser markanten Leuchttürme, der auch den an Land Reisenden den Weg zu einigen der schönsten Aussichtspunkte der Insel weist. Kinvarra: Kurz vor dem Etappenziel lockt noch Dunguaire Castle zur Stippvisite. Anders, als der Name vermuten lässt, handelt es sich nicht um eine Burg, sondern um eines der weit verbreiteten befestigten Landhäuser der Oberschicht. Galway: Das wirtschaftliche Zentrum des Westens ist zudem lebensfrohe Universitäts- und damit auch Partystadt.
    Irland / Cork - Kerry
    Healy Pass: Nach dem Start in Bantry könnte man schon in Glengariff auf den „Ring of Beara“ einschwenken. Machen wir aber nicht, denn dann würden wir das herrliche Kurvengetümmel über den Caha Pass verpassen. Erst kurz vor Kenmare zweigt die Route dann ab und folgt der Rundstrecke kurzzeitig gegen den Uhrzeigersinn. Aber nur bis Lauragh, denn hier schwenken wir gen Süden, um den Healy Pass, eine der feinsten Bergstraßen Irlands, in Angriff zu nehmen. Castletown Bearhaven: Die farbenfrohe Hauptstadt der Halbinsel verfügt über den zweitgrößten Naturhafen der Welt. Kaum zu glauben, ist aber nach Sidney so. Dursey Island: Der kurze Abstecher von der Ringstraße zum Garnish Point lohnt. Von hier aus schwebt eine Drahtseilbahn auf die vorgelagerte Insel Dursey. Sie wurde 1969 erbaut und dient bis heute zum Transport von Mensch und Tier – wobei letztere tatsächlich Vorrang haben! Zum Schmuzeln ist auch die Kapazitätsangabe: sechs Personen oder sechs Schafe oder eine Kuh… Die zehnminütige Überfahrt in luftiger Höhe ist ein besonderes Erlebnis. Kenmare: An der Nordküste der Halbinsel entlang geht es nach Kenmare. Dabei hat man immer die doch stattlichen Berge im Blick. Sehenswert ist auch Eyeries, ein Dorf, in dem jedes Haus eine andere, grelle Farbe trägt. Killarney: Killarney ist „das“ touristische Zentrum im Südwesten der Grünen Insel. Seine zahlreichen Hotels und Pubs leben vor allem von den Besuchern, die eine oder mehrere der Ringstraßen befahren möchten. Daher ist es als Basis für mehrere Tage sehr zu empfehlen. Größter Arbeitgeber der Stadt ist übrigens das deutsche Unternehmen Liebherr.
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