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    Irland / Clare - Galway
    Spiddle: Nach einem Aufenthalt im lebhaften Galway, das übrigens auch für mehr als eine Nacht lohnt, ist manch einer sicher mehr als froh, die Partystadt hinter sich zu lassen, um wieder der fantastischen Küstenstraße am Atlantik zu folgen. Bei Spiddle locken aber gleich wieder feine Strände zum Verweilen, im Sommer darf auch ein Sprung ins erfrischende Nass nicht fehlen. Lettermullan: Als nächstes wartet dann ein wenig Inselhopping auf uns. Die stark zerklüftete Küste mit ihren vorgelagerten kleinen Eilanden bietet ein nahezu einzigartiges Fahrerlebnis. Immer wieder über kleine Brücken verbunden, bahnt sich die Straße einen Weg bis auf die westlichste dieser Inseln, eben Lettermullen. Kilkieran: Im Folgenden windet sich die Strecke rund um eine wunderschöne Bucht, an der dieses kleine Fischerdorf einen Zwischenstopp markiert. Betraghboy Bay: Es ist vor allem der abrupte Wechsel, den die Fahrt um die Galway Bay mit sich bringt, der zu faszinieren weiß. Hatte man an den Tagen zuvor stets Steilküste im Blick, so ist es jetzt der flache Küstenverlauf mit seinen vielfältigen Zerklüftungen, der im Mittelpunkt steht. Das ist auch an dieser Bucht immer wieder schön auszumachen. Clifden: Das Etappenziel ist dann schon ein Stück Zivilisation, nach dem man sich angesichts der Abgeschiedenheit an Connemaras Küste sehnt. Entsprechend sollte man die Möglichkeiten nutzen, die sich hier zu Übernachtung und Essen bieten. Manch einer dürfte sich auch schon Gedanken ums Tanken gemacht haben. Je weiter im Nordwesten, desto mehr gilt in Irland: Tanke, wenn Du kannst – zum Beispiel in Clifden…
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    Irland / Clare - Galway
    Liscannor: Es gibt zwei gleichermaßen faszinierende Alternativen für eine Fahrt um die Galway- Bucht. Diese hier folgt der Küste, wozu wir nach Liscannor abschwenken und zunächst der gleichnamigen Bucht folgen. Cliffs of Moher: Nur wenige Kilometer weiter wartet die größte Attraktion: Irlands bekannteste Klippen. Auf einer Länge von acht Kilometern ragen sie zwischen 120 und über 200 Metern weitgehend senkrecht aus dem Meer. Während Wanderer freien Zutritt haben, müssen alle motorisiert anreisenden Besucher den kostenpflichtigen Parkplatz nehmen – und damit Eintritt zahlen. Das gesamte Gebiet der Klippen ist abgesperrt und stark reglementiert. So eindrucksvoll sie auch sein mögen: Ein Genuss kommt anderenorts eher auf. Die höchsten Klippen Irlands sind es auch nicht, die folgen weiter nördlich am Wild Atlantic Way (Slieve League, Karte 8). Vor der Küste sind in der Ferne die Aran Islands auszumachen. Black Head: Nach einem kurzen Abstecher ins Landesinnere geht es zurück ans Meer, dem Wild Atlantic Way folgend. Der bringt uns dann vorbei an vielen kleinen Buchten zum Black Head. Wieder ist es einer dieser markanten Leuchttürme, der auch den an Land Reisenden den Weg zu einigen der schönsten Aussichtspunkte der Insel weist. Kinvarra: Kurz vor dem Etappenziel lockt noch Dunguaire Castle zur Stippvisite. Anders, als der Name vermuten lässt, handelt es sich nicht um eine Burg, sondern um eines der weit verbreiteten befestigten Landhäuser der Oberschicht. Galway: Das wirtschaftliche Zentrum des Westens ist zudem lebensfrohe Universitäts- und damit auch Partystadt.
    Irland / Clare - Galway
    Lisdoonvara: Der Ort ist das Tor zum Burren sowie Irlands einziges Heilbad. Vier Quellen mit heilendem Wasser gab es einst, drei davon sind noch in Betrieb. Vor allem Eisen- und Schwefelbäder können hier genommen werden. Alleinreisende, die zu Erntedank hier aufschlagen sollten aufpassen: Dann findet Europas größter Heiratsmarkt in dem 500-Seelen- Dorf statt, zu dem stets mehr als 1.000 Besucher/innen anreisen. The Burren: Die Route durch das 250 Quadratkilometer große Karstgebiet ist die zweite Möglichkeit, von Lahinch nach Galway zu gelangen. Und was für eine! Die Region ist geprägt von einem ganz seltenen Aussehen, hervorgerufen durch die Anordnung der zahllosen Steinplatten. Schon Oliver Cromwell erregte sich über die karge Landschaft, in der ja nicht einmal ein Baum stünde, an dem man einen Mann aufknüpfen könne. Dafür kann man das Motorrad durchaus mal stehen lassen und sich die unwirklichen Formationen genauer ansehen. Ein Teil des Gebiets ist durch einen Nationalpark geschützt. Doch überall in dieser bizarren Umgebung sind Attraktionen zu finden, für die man als Besucher nach Irland reist: keltische Dolmen und frühchristliche Schreine, kaum noch sichtbare Festungswälle oder auch Grabstätten aus frühester Besiedlungszeit. Besonders spannend ist, dass einem diese Landschaftsstruktur nicht nur im Inland begegnet, sondern sich entlang der Route bis hinab zur Küste zieht. Kurz vor Kinvarra trifft unser Alternativweg durchs Burren dann wieder auf den Wild Atlantic Way wie in Tour 2 beschrieben. Da beide Routen nicht allzu lang sind, lassen sie sich auch zu einer Etappe verbinden.
    Irland / Belfast - Down - Armagh
    Ardglass: Auf dem Weg in diesen Fischerort passiert die Route einige der schönsten Sandstrände der Gegend. Die Stadt selbst war im späten Mittelalter Irlands wichtigster Hafen und wurde von einem halben Dutzend bewohnter Wehrtürme geschützt. Die Überreste von zumindest vier sind heute noch sichtbar. Strangford: Der Ort ist Namensgeber für den größten Meeres- arm der Britischen Inseln mit gut 150 Quadratkilometern Fläche: Strangford Lough – und liegt an seiner Mündung in die Irische See. Eine Fähre bringt übersetzenden Verkehr nach Portaferry und damit auf die Halbinsel Ards. Hier besteht die Möglichkeit auf dem weiteren Weg entweder dem Ufer des Meeresarms zu folgen, oder – wie von uns vorgeschlagen, auf der Küstenstraße zu bleiben. Donaghadee: Der Hafen der kleinen Stadt mit seinem Leuchturm am Ende des Piers ist ein beliebtes Fotomotiv. Bangor: Kurz vor dem Etappenziel in Nordirlands Metropole Belfast lohnt noch ein Stopp in diesem Ort. Bangor ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Hauptstädter und an Wochenenden sowie im Hochsommer besser zu meiden. Allerdings ist der Anblick der beleuchteten Häuserfassaden an der Seacliff Road bei einsetzender Dämmerung von der Kaimauer aus ein Augenschmaus. Belfast: Nordirlands Hauptstadt erholt sich so langsam. Die Innenstadt wurde herausgeputzt, an den alten Werftanlagen entstehen hypermoderne Bauwerke, darunter auch die bereits fertiggestellte Ausstellungshalle zu Titanic Belfast. Das multimediale Museum rund um die tragische Geschichte des Luxusdampfers ist ein Muss. Wir empfehlen mindestens zwei Nächte Aufenthalt.
    Irland / Wexford - Waterford - Kilkenny
    Kilkenny: Mit einem Partyabend ist es in dieser Stadt nicht getan, dazu gibt es zu viel zu entdecken. Gleich zwei Kathedralen leistet sich der Ort, eine anglikanische (immerhin Irlands zweitgrößte mittelalterliche) und eine römisch- katholische. Dann darf aber die Abfahrt auf diese 190 Kilometer lange Etappe locken. Und es geht gleich mal sanft gewunden durch die sich lang übers Land streckenden Slieveardagh Hills. Cashel: Der Rock of Cashel gilt als „das“ irische Wahrzeichen. Legenden sehen in ihm einen magischen Sitz von Feeen und Geistern. Weit über tausend Jahre lang war es Königsburg, Christianisierungs- Zentrum und Symbol der irischen Unabhängigkeit. Zusätzlich ist auch die großartige Burg von Cahir eine Besichtigung wert. Lismore: Auf dem Weg in diesen Ort überwindet die Route einen ersten „Gap“. Im Gegensatz zu den uns bekannten Pässen sind die irischen Gaps zwar auch Gebirgsübergänge, suchen sich aber eher einen leichten, unterhalb der Gipfel vorbeiführenden Spalt im Felsmassiv. Dieser hier hat an der Nordrampe ein paar schöne „hairpins“ (enge Kehren) zu bieten. Lismore: An Kathedralen und Kastellen herrscht in Irland wahrlich kein Mangel. Auch dieser Ort verfügt über je ein sehenswertes Exemplar jeder Gattung. Cork: Für die zweitgrößte Stadt des Landes sollte man sich ruhig zwei Tage Zeit nehmen. Der Ruhetag fürs Motorrad lässt sich leicht mit Besichtigungen, Schlendern, Schauen und natürlich Shopping füllen. An den Ufern des Lee und im Zentrum um die prächtige St. Patrick‘s Street ist immer genügend los. Oder wie wäre es mal mit einem Besuch im „Butter Museum“? Gibt‘s hier auch…
    Irland / Sligo - Donegal
    Killybegs: Zwei Dinge machen den Ort einzigartig: Zum einen ist er der wichtigste Fischereihafen Irlands. Ein Großteil der nationalen Fangflotte liegt hier. Zum anderen steht im International Carpet Making and Fishing Center, einem gelungenen Mix aus Manufaktur und Museum, der größte Handwebstuhl der Welt. Slieve League: Auf 20 Kilometern windet sich die Straße kurven und abwechslungsreich an der Fintragh Bay entlang. Dann folgt die Zufahrt zum Aussichtspunkt Carrigan. Von hier hat man beste Sicht auf die bis zu 600 Meter hohen Steilklippen. Und die Strecke ist ebenfalls spektakulär. Es geht Auf und Ab wie auf eine Achterbahn mit steilen Ausblicken aufs Meer und wenig Randsicherung. Glenesh Pass: Einer dieser unscheinbaren Übergänge für die Irland bekannt ist, führt an einer Handvoll Gipfel vorbei, die auf gut 500 Meter ansteigen. Ardara: In der Umgebung des aufstrebenden Städtchens gibt es einiges zu entdecken, darunter ein paar keltische Grabstätten oder die Wasserfälle Maghera Falls. Ein Abstecher könnte von hier aus auch noch zum Loughros Point eingelegt werden. Dort wartet die felsige Küste mit fantastischen Ausblicken auf den tosenden Atlantik auf. Dunglow: Ähnlich wie Letterkenny eignet sich Dunglow (teilweise auch Dungloe geschrieben) bestens als Basis für einen mehrtägigen Aufenthalt im nordwestlichen Irland. Vor allem wer die Inselwelt erkunden möchte, freut sich das Gepäck im Hotel zurücklassen zu können. Das Übernachtungsangebot ist aber überschaubar. Entsprechend sollte ein Aufenthalt gut geplant und definitiv vorgebucht werden.
    Irland / Cork - Kerry
    Healy Pass: Nach dem Start in Bantry könnte man schon in Glengariff auf den „Ring of Beara“ einschwenken. Machen wir aber nicht, denn dann würden wir das herrliche Kurvengetümmel über den Caha Pass verpassen. Erst kurz vor Kenmare zweigt die Route dann ab und folgt der Rundstrecke kurzzeitig gegen den Uhrzeigersinn. Aber nur bis Lauragh, denn hier schwenken wir gen Süden, um den Healy Pass, eine der feinsten Bergstraßen Irlands, in Angriff zu nehmen. Castletown Bearhaven: Die farbenfrohe Hauptstadt der Halbinsel verfügt über den zweitgrößten Naturhafen der Welt. Kaum zu glauben, ist aber nach Sidney so. Dursey Island: Der kurze Abstecher von der Ringstraße zum Garnish Point lohnt. Von hier aus schwebt eine Drahtseilbahn auf die vorgelagerte Insel Dursey. Sie wurde 1969 erbaut und dient bis heute zum Transport von Mensch und Tier – wobei letztere tatsächlich Vorrang haben! Zum Schmuzeln ist auch die Kapazitätsangabe: sechs Personen oder sechs Schafe oder eine Kuh… Die zehnminütige Überfahrt in luftiger Höhe ist ein besonderes Erlebnis. Kenmare: An der Nordküste der Halbinsel entlang geht es nach Kenmare. Dabei hat man immer die doch stattlichen Berge im Blick. Sehenswert ist auch Eyeries, ein Dorf, in dem jedes Haus eine andere, grelle Farbe trägt. Killarney: Killarney ist „das“ touristische Zentrum im Südwesten der Grünen Insel. Seine zahlreichen Hotels und Pubs leben vor allem von den Besuchern, die eine oder mehrere der Ringstraßen befahren möchten. Daher ist es als Basis für mehrere Tage sehr zu empfehlen. Größter Arbeitgeber der Stadt ist übrigens das deutsche Unternehmen Liebherr.
    Irland / Cork - Kerry
    Castlemaine: Unscheinbare Ortschaften wie diese oder auch das Örtchen Camp prägen den Einstieg in die Halbinsel Dingle. Doch sollte man sich nicht täuschen lassen: Dingle muss sich nicht hinter seinen südlichen Geschwistern, mit denen es gemeinsam die markanten „Fünf Finger“ am Atlantik bildet, verstecken. An jeder Ecke lauern kleine und größere Attraktionen, sei es in der Natur oder aus der sehr präsenten Geschichte Irlands. Es gibt kaum eine größere Dichte an vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern als hier. Dingle: Der Ort ist Namensgeber und Herz der Halbinsel zugleich. Kein Wunder, dass sich hier eine feine, kleine Lokalbrauerei angesiedelt hat. Whiskey wird auch gebrannt – nur noch nicht verkauft. Er muss noch reifen, so jung ist die Destillerie. Slea Head: Über eine 30 Kilometer lange Panoramastraße, einen der schönsten Abschnitte des Wild Atlantic Way, wird auch Slea Head angesteuert. Die Ausblicke hier sind einzigartig und bilden bei jedem Wetter ihren ganz eigenen Reiz. Connor Pass: Der rund 440 Meter hohe Übergang unterliegt diversen Gewichtsbeschränkungen. Zum Glück für uns Motorradfahrer, denn die schmale Route ist überaus attraktiv. Der Blick auf den 950 Meter hohen Mount Brandon sowie über die Brandon Bay ist nur eines der Highlights. Listowel: Das Etappenziel ist ein ruhiger Ort mit ein paar Unterkunftsmöglichkeiten – aber immerhin wird hier im Frühsommer stets das größte Literaturfestival Irlands begangen. Wer es lauter mag, kann diese Runde schon in Tralee beenden. Rund 80 Pubs erwarten dort ihre durstigen und hungrigen Gäste.
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