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    Österreich / Kärnten
    Zwischen den beiden Flüssen Mur im Norden und der Gurk im Süden liegt die Gebirgsgruppe der Gurktaler Alpen. Auf dieser Tour erwarten uns saftig grüne, locker bewaldete Hügel gesprenkelt mit grauem Fels, tiefblaue Bergseen und eine Natur wie eine Kulisse für einen Heimatfilm. Los geht es heute auf 1.795 Metern über dem Meeresspiegel – mitten in der Natur. Der aussichtsreiche Parkplatz an der Turracher Höhe ist der perfekte Ort für die Konzentrationsminute vor dem Start zur Tour und um in den frühen Morgenstunden eine Prise klarer Bergluft einzuatmen. Eine Handvoll runder, sauberer Kehren bergab, und kurz vor Ebene Reichenau Blinker rechts. Und dann sind wir auch schon mitten drin in einer der faszinierendsten Motorradstrecken Österreichs. Faszinierend, weil die Nockalmstraße auf ihrer Länge von 35 Kilometern keine einzige Ortschaft streift. Und das im zugesiedelten und verbauten Mitteleuropa. Lässig cruisen wir das graue Asphaltband entlang, haben Zeit zum Schauen, Entspannung strömt durchs Visier. Kärntner Küche darf man in Berggasthöfen oder Almhütten entlang der Route schlemmen. Die Nockalmstraße wurde zwischen 1971 und 1981 gebaut. Für uns Motorradfahrer besonders interessant sind ihre 52 Kehren und unzählige Kurven zwischen den Mautstellen Ebene Reichenau und Innerkrems. Wer es genau wissen will: „Nock’n“ heißen die runden Hügel, die ähnlich wie Tafelberge aus der Erde ragen. Zunächst überqueren wir die 2.024 Meter hohe Schiestlscharte und kurven anschließend zum höchsten Punkt der Straße hinauf, zur 2.042 Meter hohen Eisentalhöhe. Der Abschwung bringt uns zum Nationalparkzentrum Nockalmhof, welches gleichzeitig Gasthof und Museum ist. Der Gasthof fällt durch seinen spielerischen Retro-Mix und das leckere Essen auf, das Museum gibt spannende Einblicke in das Biosphärenreservat der Nockberge. Sonnenklar, dass wir am Nockalmhof eine Atempause einlegen. Nächstes Highlight ist der Katschberg. Die klassische Verbindung zwischen Kärnten und Salzburg sowie den Hohen Tauern und den Gurktaler Alpen galt noch in den 1930er-Jahren wegen ihrer 30 Prozent steilen Trasse als der Schrecken aller Autofahrer. Das ist Geschichte, heute läuft die Straße hinauf zum 1.641 Meter hohen Sattel locker von der Hand. Keine verwegenen Schräglagen, dafür kaum Verkehr, da der sich hauptsächlich auf der Autobahn abspielt. Die Gastronomie am Katschberg bietet sich für einen weiteren Zwischenstopp an, bevor drunten in St. Michael im Lungau das Tal der Mur wartet. Bei Bummeldrehzahl rollen wir den Fluss entlang, heben den Kopf zu den Spitzen der Gurktaler Alpen rechts und der Hohen Tauern links von uns. Die entspannte Stimmung in diesem Tal, die positive Energie ist deutlich zu spüren, fast kann man sie greifen. Alle Ortschaften im Murtal schweben auf diesem besonderen Energiefeld. Dass gerade in Tamsweg mit St. Leonhard eine berühmte Wallfahrtskirche steht, ist kein Zufall. Jedes Jahr am 6. November pilgern Tausende von Gläubigen zu der im 15. Jahrhundert erbauten Kirche mit ihrem spitzen, schlanken Turm. Wegen eines ganz anderen Events hingegen strömen die Leute nach Murau – es sind die seit 2002 stattfindenden Shakespeare-Festspiele, die den charmanten Ort über die Region hinaus bekannt gemacht haben. Außer seiner Theaterbühne präsentiert Murau auch ein hübsches Panorama, bestehend aus Stadtpfarrkirche und Schloss. Ein schräglagenverdächtiger Schlenker hinein in die Metnitzer Berge führt die Route weiter Richtung Osten bis zum Tal der Metnitz und nach Friesach. Dort sieht und spürt man das Mittelalter auf Schritt und Tritt – die älteste Stadt Kärntens besitzt jede Menge uralte Bausubstanz wie die Stadtmauer oder der nach wie vor Wasser führende Stadtgraben. Wegen der vielen Türme und Zinnen, die von den umliegenden Bergen grüßen, wird Friesach gerne Stadt der Burgen genannt. Deutlich moderner geht es in Sankt Veit zu, das wir nach einer zügigen Landpartie am Ufer der Glan erreichen. Die „Sonnenstadt“ hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, ihren gesamten Strom bis 2020 aus erneuerbaren Energien zu ziehen. Das unterstützen wir und machen auf dem Hauptplatz eine große Pause, während der wir über den Tischrand das bezaubernde barocke Rathaus bewundern. Cappuccino plus Apfelstrudel mit Vanillesauce kommen genau zur rechten Zeit, denn hinter Sankt Veit verlangt die Etappe durch die Gurktaler Alpen einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel. In Höhen zwischen 1.500 und 1.700 Meter wirbelt die Bergstraße dem Skigebiet Flattnitz entgegen, um sich von dort ins Tal der Mur hinabzuwerfen. Eines ist sicher – „herumgegurkt“ wird in den Gurktaler Alpen nicht. Wer’s genau wissen will: Namensgeber ist der Fluss Gurk, slowenisch Krka, die Gurgelnde. Jetzt noch ein entspanntes Stück Bundesstraße, ein paar Bögen hinauf zur Turracher Höhe, und die Tagesrunde ist beendet. Jetzt kräftig ausatmen. Tourlänge: ca. 350 km Roadbook: Turracher Höhe – Ebene Reichenau – Nockalmstraße – Innerkrems – Kremsbrücke – Katschberg – St. Michael im Lungau – Tamsweg – Murau – Metnitz – Friesach – Sankt Veit – Überfeld – Kraig – Föbing – Gurk – Kleinglödnitz – Flattnitz – Stadl an der Mur – Predlitz – Turracher Höhe Highlight: Die Nockalmstraße. 52 sanfte Kehren in saftigem Grün – eine geniale Kombination. Gesprenkelt mit blauen Bergseen, weißen Felsen und Blumen in allen Regenbogenfarben. Für Naturliebhaber ein ganz besonderes Erlebnis. Pässe-Info: Turracher Höhe   1783  23 %   -      30km Nockalmstraße   2042    10 %  11-5  34km Katschbergpass  1641  12 %    -      12km
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    Spanien / Sierra de los Filabres
    Diese Runde durch die grandiose Bergwelt der Sierra de los Filabres punktet durch unglaublichen Kurvenspaß und eine fantastische Straßenführung. Für Motorsportfreunde gibt es gleich zwei Rennstrecken als Zugabe. Hören wir Tabernas, kommen wir sofort ins Schwärmen. Rund um das andalusische Städtchen zu Füßen der weit über 2000 Meter hohen Sierra de los Filabres gibt es unendlich viele Ziele für Motorradfahrer. Da gibt es zum Beispiel die legendäre Desierto de Tabernas, die Wüste von Tabernas, die als einzige echte Wüste Europas gilt und jede Menge Spaß auf und neben dem Asphalt bietet. Dann lockt die Sierra Nevada mit ihren über 3400 Meter hohen Gipfeln und nicht zuletzt liegen nur wenig östlich vom Ort gleich zwei Rennstrecken in der sonnenverwöhnten Landschaft, die das ganze Jahr über befahren werden. Zu letzteren sind wir gerade unterwegs. In östlicher Richtung geht es hinaus aus Tabernas. Wir folgen der N-340a und auf schnurgerader Strecke haben wir bald den Circuito de Almería erreicht. Je nach Veranstaltungsplan kommt man frei auf das Gelände, in der Cafeteria lässt sich entspannt dem Renn- und Trainingsbereich zuschauen. Unmittelbar neben der bewährten Rennstrecke wurde gerade der neue Circuito Nuevo Andalucía aus dem Boden gestampft. Auch hier geht regelmäßig die Post ab. Relativ unspektakulär führt uns die schnelle Landstraße weiter in Richtung Sorbas. Kurz vor dem netten Städtchen, das auf Felsen oberhalb einer Flussschleife thront, lässt uns ein Kreisverkehr nach Norden abbiegen. Uleila del Campo steht auf den Schildern, nach entspannten 13 Kilometern auf der AL-4101 durch flaches Land rollen wir dort hinein, während sich am Horizont bereits die beeindruckende Bergkette der Sierra de los Filabres abzeichnet. In Uleila lassen sich prima ein paar leckere Ingredienzien für das Picknick einkaufen, dann geht es auf die A-1100. Sie ist schon nach Cantoria ausgeschildert und schon gleich hinter der Stadtgrenze geht es los mit 38 Kilometern Spaß auf dem Mopped. Entlang steiler Berghänge, Olivenbaum-Plantagen und ausgewaschener Bachbetten wurstelt sich der Asphalt durch das bergige Land. Kurve folgt auf Kurve, es geht in alle Himmelsrichtungen, mal scheint die Sonne von rechts, mal von links, von vorne, von hinten – ein fahrerischer Traum. In Cantoria endet die Kurvenorgie kurzzeitig, um bei Olula del Río in umgekehrter Richtung gleich wieder zu beginnen. Ab hier führt die A-349 erneut über die Berge der Sierra de los Filabres. Sie ist leicht zu finden und in Richtung Tabernas ausgeschildert. Über knapp 50 Kilometer führt sie gen Süden, mäandert dabei in wilden Schwüngen durch die Berge der Sierra. Etwa auf halber Strecke lässt sich am Örtchen Tahal prima pausieren. Zwei, drei nette Bars und Cafés offerieren Tapas oder einen köstlichen Café con leche, einen Milchkaffee. Plätze für's Picknick gibt es natürlich auch reichlich auf der schönen Route. Wer schon genug hat, klinkt sich kurz vor Tabernas am Ende der A-349 aus dieser Runde aus. Aber Achtung – das schönste Stück kommt noch! An der letzten Abzweigung vor Tabernas laden die Schilder auf die AL-3102 Richtung Velefique. Entlang des Flussbetts Rambla de la Galera steuern wir wieder nach Norden den Bergen entgegen. Ein paar bescheidene Schwünge, dann rollen wir an Velefique vorbei und finden uns sogleich in einem der spannendsten Straßenabschnitte Andalusiens wieder. In unglaublichen Serpentinen arbeitet sich der Asphalt hinauf auf den 1820 Meter hohen Pass Alto Velefique. Dass hier zudem so gut wie nie andere Fahrzeuge unterwegs sind, macht den Spaß gleich doppelt so groß. Schräglage für Schräglage kurven wir hoch hinauf und stoppen bald am grandiosen Aussichtspunkt, der einen wirklich tollen Blick über die komplette Bergwelt der Sierra de los Filabres bietet. Hier möchte man eigentlich gar nicht wieder weg. Machen wir dann aber doch und kurven weiter bis nach Bacares. Ab hier gönnen wir uns noch einen Abstecher zum Cala Alto-Observatorium. Hier lohnt es sich unbedingt, das Mopped abzustellen und zu Fuß ein paar Meter in Richtung Süden zu gehen. Schnell erreicht man den Gipfelgrat und der Blick hinab in die umliegende Landschaft ist den Weg allemal wert. Die A-1178 gönnt uns noch ein paar Kurven hinunter bis Gérgal, dann lassen wir entlang der autobahnähnlichen A-92 diese fantastische Runde in Richtung Tabernas ausklingen. Die letzten schnurgeraden Kilometer sind als Erholung gar nicht mal schlecht. Roadbook: Tabernas, Circuito de Almería, Sorbas, Uleila del Campo, Cantoria, Olula del Río, Tahal, Velefique, Pass Alto Velefique, Bacares, Cala Alto-Observatorium, Gérgal, Tabernas. Start- / Zielort: Tabernas / Tabernas Länge: 250 km Highlight: Observatorio Astronómico Calar Alto – Hoch über der Sierra de los Filabres thront in 2168 Metern Höhe das Calar-Alto-Observatorium, eine deutsch-spanische Sternwarte. Hier befindet sich unter anderem das größte Spiegelteleskop Westeuropas. Das Observatorium wurde im September 1979 vom spanischen König Juan Carlos I. Feierlich eröffnet. Seit März 2016 ist die Sternwarte auch der Öffentlichkeit zugänglich. Man kann sie in Gruppen oder auch einzeln besuchen. Die Führungen sind hochinteressant, man muss sich jedoch über die Internetseite www.azimuthspain.com anmelden. Dort finden sich auch alle weiteren Infos.
    England / Wales
    Snowdonia, hier ist Wales am ursprünglichsten. Raue Landschaften, schroffe Berge, glasklare Seen, herrliche Strände – dazwischen versprechen urige Bergstrecken viel Abwechslung und jede Menge Fahrspaß. Stellvertretend für die vielen tausend Kilometer fantastischer Straßen in Wales stellen wir hier eine abwechslungsreiche Runde rund um Snowdonia vor. Snowdonia, das ist das Land rund um den höchsten Berg von Wales, den Snowdon. Hier trainierte Sir Edmund Hillary seine Besteigung des Mount Everest. Aber auch wer nicht so hoch hinaus will, findet in der dramatischen Berglandschaft beeindruckende Panoramen und eine unvergleichliche Natur, durch die nicht weniger faszinierende Straßen führen. Kaum haben wir den schönen Marktflecken Llangollen in nördlicher Richtung verlassen, schwingt sich die A542 in die Höhe. Mit dem River Dee im Rückspiegel geht es bergan durch die grüne, bergige Landschaft. Je höher es geht, umso karger wird die Landschaft. Bald fällt der Blick weit auf die umliegenden Berge und schon passieren wir den legendären Horseshoe Pass. Wenige Meter weiter liegt der Horseshoe Pass Viewpoint und keine Minute später rollen wir am Ponderosa Café aus. Das Café und B&B ist ein beliebter Motorradtreff, hier kommt man fast immer schnell ins Gespräch, die Bedienung ist extrem freundlich, das Essen richtig lecker – ein Platz zum Wohlfühlen. Nach Norden geht die schöne Landstraße bald in die A525 über und führt immer weiter in Richtung der walisischen Küste. Bei Llanelwy wechseln wir für ein kurzes Stück auf die Schnellstraße, um bei Llandudno in Richtung des Great Ormes Head abzubiegen. Der Ort ist ideal für einen Urlaub im nördlichen Wales, unsere Empfehlung für einen längeren Aufenthalt. Und das Kap am Great Ormes Head ist nur eines der vielen Ziele, die sich hier entdecken lassen. Rund um das Kap führt eine aussichtsreiche Küstenstraße, die man keinesfalls verpassen darf. Irgendwo auf der Runde gibt es ein kleines Café mit einem großen Schild. „Rest & be thankful“ steht darauf – das trifft es genau! Über das reizvolle Conwy, hier gibt es das mächtige Conwy Castle und mit drei mal zwei Metern Größe das kleinste Haus Großbritanniens, folgen wir der Küste und erreichen bald Bangor. Die quirlige Stadt liegt an der Menai Strait, der Meerenge zwischen dem walisischen Festland und der Isle of Anglesey. Auf die Insel führt eine alte Kettenbrücke weiter nach Holyhead, wo die Fähren nach Irland ablegen. Wir folgen aber weiter der Küstenlinie und bei Caernarfon drehen wir ab in Richtung Inland. Die A4086 steuert genau auf den mächtigen, 1085 Meter hohen Snowdon zu. Pass of Llanberis nennt sich die Strecke, die für uns zu einer der beeindruckendsten Straßen Wales gehört. Die schroffen Berge rechts und links des Asphalts steigen steil die Höhe, wir passieren die schönen Seen Llyn Padarn und Llyn Peris sowie einige Parkplätze und das Campsite am Llyn Gwynant. Die fantastische Gegend um den Snowdon ist ein beliebtes Outdoor-Revier für Wanderer und Mountain-Biker. Mit dem Pass of Aberglaslyn lassen wir den Snowdon im Rückspiegel wieder kleiner werden, die A496 führt uns wieder in Richtung Küste, diesmal an die Westküste von Wales. Wir folgen den Schildern nach Harlech. Der bildschöne Ort protzt nicht nur mit dem reizvollen Harlech Castle, sondern auch mit den tollen Sandstränden an der Tremadog Bay. Wer als Motorradfahrer seinen Mut unter Beweis stellen möchte, fährt mitten in Harlech die Straße Ffordd Pen Llech hinunter. Die steht seit 2019 mit einem Gefälle von 37,45 Prozent als steilste Straße der Welt im Guinness-Buch der Rekorde. Aber Vorsicht, durch die schattige Lage ist sie bei Nässe bisweilen rutschig – wir haben gewarnt. Entlang der Küste führt die A496 weiter gen Süden nach Barmouth. Wir folgen dort dem fjordartigen Einschnitt und erreichen bald Dolgellau. Ein Spaziergang durch den sehr schönen Ort lohnt sich, enge Gassen führen entlang der Steinhäuser, es gibt einige reizvolle Plätze und nette Läden und Bars und Restaurants. Die Barmouth Bay erreichen wir bald über die A493, die Strecke führt aussichtsreich direkt am Meer entlang, nur durch eine niedrige Steinmauer von der Steilküste getrennt. Buschwerk und Farn ragen zum Teil bis auf den Asphalt, es riecht nach salzigem Meerwasser. Mit dem River Dovey oder Dyfi genannt, treffen wir etwas südlich auf den nächsten Fjord, an dessen Ende das Örtchen Machynlleth liegt. Von hier sind es schließlich nur noch wenige Kilometer bis an den Küsten- und Badeort Aberystwyth. Das idyllische Seebad liegt an zwei herrlichen Sandstränden und lohnt sich ebenfalls für einen längeren Aufenthalt. Hier endet auch unsere Tour rund um Snowdonia. Roadbook: Llangollen, Horseshoe Pass, Llanelwy, Llandudno, Great Ormes Head, Conwy, Bangor, Caernarfon, Pass of Llanberis, Pass of Aberglaslyn, Harlech, Barmouth, Dolgellau, Barmouth Bay, River Dovey, Machynlleth, Aberystwyth. Start- / Zielort: Llangollen /  Aberystwyth Länge: 305 km Highlight: Vale of Rheidol Railway – Viel Spaß macht eine Fahrt mit der Vale of Rheidol Railway, einer schmalspurigen Museums-Dampfeisenbahn, die zwischen Aberystwyth und Devil’s Bridge pendelt. Die Strecke beträgt rund 20 Kilometer und es geht rund eine Stunde pro Richtung im Schneckentempo durch eine urige Landschaft. Ursprünglich diente die Strecke dem Transport von Holz und Erz. Die Bahn feierte im Jahr 2002 ihr 100-jähriges Jubiläum und sie ist, von einer kurzen Zeit im Krieg abgesehen, seit ihrem Bau unterbrechungsfrei im Betrieb. Die Vale of Rheidol Railway fährt von Ostern bis Ende Oktober, über einen Audioguide gibt es zwischendurch allerlei Interessantes zu hören. Im Netz gibt es alle Infos unter www.rheidolrailway.co.uk
    Italien / Piemont
    Rund um den zweitgrößten italienischen See führen spaßige und aussichtsreiche Routen. Über drei spannende Abstecher geht es zudem auf kurvenreichen Bergstrecken in die umliegenden Ausläufer der Alpen. Das kleine Premeno, hoch über dem Lago Maggiore in den Bergen des Piemont gelegen und nur nach einer wahren Kurvenorgie zu erreichen, ist der ideale Ausgangspunkt für diese abwechslungsreiche Berg- und Seentour um den zweitgrößten See Italiens. Unser Basislager ist das freundliche Hotel Moderno, das wir am frühen Morgen über die noch völlig leere Strada Cadorna oberhalb des Lago Maggiore durch den dichten, grünen Wald verlassen. Bald schon passieren wir den Pass Il Colle in rund 1250 Metern Höhe zu Füßen des Monte Spalavera und rollen wenig später an einem spektakulären Aussichtspunkt unterhalb des Monte Pian Bello aus. Das umliegende Bergland ist ein beliebtes Mountainbike- und Wander-Revier und der Blick von hier oben auf den See und das gegenüber liegende Luino mit den Bergen des italienisch-schweizerischen Grenzgebirges ist wirklich grandios. Bei Trarego windet sich der Asphalt über knackige Serpentinen wieder steil hinunter ins Tal. Das in den See hineinragende Cannero Riviera erblicken wir von oben wie aus einem landenden Flugzeug. Immer größer wird der interessante Ort rechts unter uns und bald haben wir die SS34, die Uferstrecke des Lago Maggiore erreicht. Nur eine knappe handvoll Kilometer folgen wir ihr in nordöstlicher Richtung, dann biegen wir schon wieder auf die nächste Bergstraße ab. Es geht auf der Strada Provinciale 75 in Richtung Santa Maria Maggiore. Nun folgen knapp 30 Kilometer Kurvenspaß durch waldiges Bergland, vorbei an kleinen, verschlafenen Dörfchen, einsamen Höfen und dichtem Grün. Zwar müssten wir bei Malesco, kurz vor Santa Maria Maggiore, rechts in Richtung Schweiz abbiegen, aber wir wollen dem rührigen Bergstädtchen mit seinen urigen Gassen in der Altstadt noch einen Besuch abstatten. Keine zehn Kilometer später überqueren wir die Grenze zur Schweiz und gelangen so in das Tessiner Tal Centovalli. Umgeben von bildschönen Zweitausendern geleitet uns das einst als Kaminfegertal bezeichnete Tal des Bergbachs Melezza hinunter ans Seeufer ins mondäne Locarno. Die malerische Stadt mit ihrem mediterranen Flair lebt vom Tourismus und protzt mit einer interessanten Altstadt, dem Kastell und der Piazza Grande. Ab Vira verläuft die Via Cantonale 2 stetig am Seeufer entlang, um rund zehn Kilometer später als Strada Statale SS394 wieder zurück nach Italien zu führen. Bald erreichen wir Luino, die größte Stadt am Ostufer des Sees. Weiter geht es gen Süden. Bei Laveno-Mombello pendelt die Fähre quer über den See und in Sesto Calende haben wir dann auch das Südende des Lago erreicht. Ab hier führt uns die SS33 erneut gen Norden. Oft direkt entlang des Ufers geleitet sie uns nach Stresa. In Stresa, dem interessanten Kurort, der nicht zuletzt in Ernest Hemingways tragischem Roman „In einem andern Land“ Erwähnung findet, drehen wir eine Runde durch den Ort. Durch die frühe Anbindung an die Bahnlinie Paris-Mailand und den Simplon-Orient-Express blühte schon früh der Tourismus und entsprechend viel ist auch heute noch hier los. Eine Runde motorisiertes Sightseeing gönnen wir uns, dann folgen wir den Schildern zum Mottarone, dem Hausberg Stresas. Der fast 1500 Meter hohe Monte Mottarone ist auch via Seilbahn zu erreichen und bietet eine grandiose Sicht auf die umliegende Region. Für kleine Maut lässt er sich auch über eine Privatstraße erreichen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Auch die anschließende Bergab-Passage hinunter an den Lago d'Orta macht richtig Spaß. Aller guten Dinge sind bekanntlich drei, also gönnen wir uns noch als dritten und letzten See auf dieser Runde den Lago di Mergozzo. Der kleine Bergsee gilt als einer der saubersten Seen Europas, Motorboote sind hier grundsätzlich nicht erlaubt. Auf der P54 genießen wir noch ein paar idyllische Blicke aufs Wasser, dann nehmen wir endgültig wieder Kurs auf Premeno. Quer durch die Provinzhauptstadt Verbania mit ihren interessanten Gärten und Parks steuere ich das Mopped über die kurvenreiche SP55 hinauf und bald trudeln wir wieder in Premeno ein, wo wir heute morgen diese abwechslungsreiche und kurzweilige Seenrunde starteten. Roadbook: Premeno, Monte Spalavera, Viggiona, Cannobio, Santa Maria Maggiore, Locarno, Luino, Laveno-Mombello, Sest Calende, Arona, Stresa, Il Mottarone, Orta San Giulio, Lago d'Orta, Omegna, Lago di Mergozzo, Verbania, Premeno. Start- / Zielort: Premeno / Premeno Länge: 260 km Highlight: Simplonpass und Lötschbergtunnel – Die perfekte Idee für die Heimreise: Über den Simplonpass und anschließend mittels der originellen Eisenbahn-Verladung durch den Lötschbergtunnel. Nach der grandiosen Naturkulisse des Simplonpasses geht es zu Füßen des Großen Aletschgletschers nach Goppenstein. Dort pendelt im 30-Minuten-Takt der Zug durch den 15 Kilometer langen Eisenbahntunnel nach Kandersteg. Mit dem Motorrad fährt man durch Seitentüren in eine Art Gepäckwagen, dann geht es schon los. Der 15minütige Spaß kostet 19 Euro inklusive Fahrer und Sozia.
    Schweiz / Graubünden
    Eingeklemmt zwischen den majestätischen weißen Riesen der Berninagruppe im Süden und den ebenso gewaltigen Rätischen Alpen im Norden liegt das Engadin im Grenzgebiet zwischen Italien und der Schweiz. Von hier aus lassen sich vier faszinierende Pässe an einem Tag besteigen. Wer heute durch St. Moritz spaziert, kann sich kaum vorstellen, dass der winterliche Treffpunkt der Schönen und Reichen bis 1859 noch ein vergessenes Bauerndorf war. In jenem Jahr hatte der Tourismuspionier Johannes Badrutt die Idee, in St. Moritz ein Hotel zu bauen. Der Plan funktionierte, er errichtete das Kulm-Hotel und schoss den Ort damit senkrecht in den Tourismushimmel. Der Grund liegt auf der Hand  bzw. vor Augen: die bezaubernde Lage von St. Moritz in einem Hochtal auf 1.820 Metern Höhe. Der See, dahinter der Ort, dahinter die Berge – dieses Bild prägt sich ein. Schon ein paar Kilometer hinter St. Moritz zweigt nach rechts die Straße hinauf zum Julierpass ab. Den Auftakt bildet eine Gruppe sauber angelegter Serpentinen, dann geht es ein Stück geradeaus den Berg hoch, bis wir über  den 2.284 Meter hohen kargen Juliersattel mit seinen charakteristischen antiken Säulenresten rollen. Diese Funde deuten auf eine sehr frühe Benützung dieses Alpenübergangs hin. Der Julier ist noch heute der Welt so sehr entrückt wie früher das ganze Engadin. Der Abstieg vollzieht sich in mehreren Etappen und erweist sich als harmonischer Wechsel aus Kehren und Geraden. In Tiefencastel dreht die Route nach rechts und beginnt den langen Anmarsch zum Albulapass (2.312 m). Lang, weil sie erst die hübschen Dörfer Filisur und Bergün durchquert und sich dahinter in lang gezogenen Bögen der eigentliche Rampe nähert. Die hat es gehörig in sich: verschlungene, enge Fahrbahn, holperiger Belag, blinde Kehren, die enge Bergüner Klamm. Beeindruckend ist dabei der Blick auf die riskant in den steilen Fels geschlagene Trasse der Albula-Bahn, die hier in zwei Schleifen einen Höhenunterschied von 100 Metern überwindet. Oben empfängt uns ein stimmungsvoll gelegenes Hospiz und wir genehmigen uns draußen in der Höhensonne einen Kaffee, fotografieren das braune Willkommensschild, genießen die Aussicht. In La Punt hoppeln wir über den Bahnübergang, setzen den rechten Blinker und haben schon bald die Engadiner Seenplatte vor dem Auge. Eine der Postkartenlandschaften der Schweiz. Gäbe es dieses Idyll noch nicht, müsste man es erfinden. Wie blaugrüne Glasperlen reihen sich die Seen hintereinander auf und verschmelzen mit den linker Hand aufragenden Berninagletschern zu einem vollendeten Alpengemälde, auf das der amerikanische Landschaftsmaler Bob Ross stolz gewesen wäre. Am letzten See auf 1.815 Metern Höhe stürzt sich die Fahrbahn in die Kehren des Malojapasses. Der ist eigentlich kein richtiger Pass, weil er nur eine Rampe besitzt. Egal – die macht mit ihren perfekt angelegten Serpentinen mächtig Spaß und schiebt sich wie eine Kindermurmelbahn hinab ins Val Bregaglia. Die folgende Etappe über die Grenze nach Bella Italia ist eine gemütliche Angelegenheit. Chiavenna mit seinen bunten Gassen und exzellenten Restaurants bietet sich für die Mittagspause an. Dabei sollte man den Magen nicht mit allzu viel Pizza und Pasta belasten, da die anstehende Überquerung des 2.113 Meter hohen Splügenpasses das Blut im Gehirn und nicht im Magen verlangt. Je rund zwanzig Kehren auf italienischer und Schweizer Seite, viele davon hinterlistig, der Rest ziemlich spitz. Dazu gesellen sich Engstellen und Steilabfälle. Wer hier einen sportlichen Reifen fahren will, muss sein Bike im Griff haben. Was übrigens auch für die Strecke durch die Viamala-Schlucht gilt, die sich nun anschließt. Der „schlechte Weg“ zirkelt tief eingegraben am Hinterrhein entlang Richtung Thusis und hält ein wahres Feuerwerk an Kurven jeglicher Art bereit. In Tiefencastel, dem „Kastell in der Tiefe“, biegen wir rechts ab und nehmen zum zweiten Mal am heutigen Tag den Julier unter die Räder. Diesmal allerdings aus der anderen Richtung. Was den Vorteil hat, dass wir den langen Aufstieg in vollen Zügen genießen und die einsame Landschaft rund um den Marmorea-See ausgiebig betrachten können. Die eingestreuten Kehrengruppen sorgen dafür, dass der Geist nicht zu weit abgleitet und nach der Passhöhe im Tal den Abzweig zurück nach St. Moritz nicht verpasst. Nach dieser kräftezehrenden Tour darf es zum Abendessen kalorienmäßig gerne etwas mehr sein. Wer Käse liebt, bestellt Käsefondue oder Raclette, die Klassiker der Schweizer Küche. Dazu einen gekühlten Weißwein (z. B. einen Fendant). Oder wie wäre es mit einem Rösti mit Speck und Wurst (Plain in Pigna)? Oder aber einer zünftigen Brotzeit mit Bündnerfleisch? Als Nachtisch ist eine Engadiner Torte ein Muss. Mehrere Schichten Mürbeteig, dazwischen Butter-Vanillecreme – jede Sünde wert. Tourlänge: ca. 260 km Roadbook: St. Moritz – Julierpass – Tiefencastel – Filisur – Bergün – Albulapass – La Punt – Malojapass – Chiavenna – Splügenpass – Via Mala – Tiefencastel – Julierpass – St. Moritz Highlight: Gletschereis und Wasser des Hinterrheins gruben die faszinierende Viamala-Schlucht vor tausenden von Jahren. 300 Meter hohe Felswände und waghalsige Brückenkonstruktionen sind einen Ausflug wert. 359 Treppen führen zum Schluchtzentrum. Pässe-Info: Julierpass         2284    10 %    -          34km Albulapass       2315    12 %    11-4     33km Malojapass       1815    12 %    -          42km Splügenpass    2113    13 %    11-4     42km
    Frankreich / Normandie
    Die französische Alabasterküste in der Normandie fasziniert mit den höchsten Steilklippen am Ärmelkanal, mit einladenden Hafenstädtchen und herrlich aussichtsreichen Küstenstraßen. In Dieppe, der quirligen Hafenstadt an der Mündung des Flusses Arques, beginnt diese abwechslungs- und aussichtsreiche Tour entlang der Küste des Ärmelkanals. Die beeindruckende Burg der Stadt, das geschäftige Treiben in den Gassen des schönen und interessanten Zentrums, aber auch der riesige, breite Strand locken zu einem ausgiebigen Besuch des Hauptortes der gleichnamigen Arrondissements. Nicht verpassen sollte man auch den fantastischen Ausblick von der Aussichtsterrasse gleich oberhalb des Châteaus am Boulevard de la Mer. Von hier aus lässt sich dann auch gleich in Richtung Südwesten entlang der Küste starten. Die Küstenstraße D75 schlängelt sich direkt hinter der Stadtgrenze durch grünes Land. Oberhalb der Kreidefelsen führt sie durch Weiden und Wiesen bis nach Pourville-sur-Mer, wendet sich dort vorerst vom Meer ab, um bei Quiberville erneut direkt entlang der bildschönen Alabasterküste zu verlaufen. Sotteville-sur-Mer und Veules-les-Roses mit ihren netten Promenaden führen uns weiter nach Saint-Valery-en-Caux, für uns eines der interessantesten Städtchen dieses Küstenabschnittes. Die uralten Häuser am riesigen Yachthafen, der alte Leuchtturm aus dem Jahr 1872 und die einladenden Cafés und Bars der Hafenstadt verleihen einen urigen Flair und der wirklich sehenswerte Aussichtspunkt Falaise d'Aval am nordwestlichen Stadtrand erlaubt einen tollen Blick auf die schönsten Abschnitte der berühmten Steil- und Kreideküste. Über Veulettes-sur-Mer geht es weiter nach Saint-Pierre-en-Port. Kurz vor dem Hafenort Saint-Pierre-en-Port sollte man jedoch unbedingt den Abstecher an die Felsformationen der Les Grandes Dalles machen. Die riesigen alabasterfarbenen Kreidefelsen, die hier weit über 100 Meter über dem tiefblau schimmernden Meer in den Himmel ragen, gaben dem gesamten Küstenabschnitt ihren Namen. Dutzendfach wurden sie gemeinsam mit den naheliegenden etwas kleineren Petites Dalles auf den Werken der alten Meister abgebildet. Es ist schon enorm beeindruckend, diese mächtigen Kreidefelsen so hoch über sich aufragen zu sehen. Einige Kilometer westlich erreichen wir Fécamp. Der einladende Hafenort mit seinen riesigen Kiesstränden ist sehr beliebt. Hier ist fast immer etwas los, in den Bars und Restaurants direkt am Hafen gibt es leckere Fischgerichte und im historistischen Palais Bénédictine aus dem 19. Jahrhundert wird der köstliche Kräuterlikör Bénédictine destilliert, den man unbedingt mal probieren sollte. Der einstige Fischerhafen Yport liegt sehr idyllisch inmitten steiler Kreidefelsenklippen etwa mittig zwischen Fécamp und Ètretat. Er geht bisweilen etwas unter zwischen den beiden bekannten Bade- und Hafenorten, ein Besuch lohnt sich aber. Sehr bekannt ist dagegen Ètretat, nicht zuletzt dank der 70 Meter hohen, schneeweiß im Meer leuchtenden Felsnadel Aiguille und der weiteren urigen Felsformationen der dortigen Kalksteinküste. Die locken jährlich viele Zehntausende Besucher an die Alabasterküste. Auf der weiteren Küstenstrecke in Richtung Le Havre, der größten Stadt der Normandie, lockt noch der Abstecher hinunter an den Ölhafen Port pétrolier in der Nähe des Cap d'Antifer. Hier gibt es ein sehr einladendes Strandcafé mit leckerem Essen und der Blick in Richtung Süden entlang der weiteren Steilküste ist legendär. Le Havre ist nicht nur die größte Stadt der Normandie, sondern auch der zweitgrößte Hafen Frankreichs. Die hochinteressante Stadt mit ihrem modernen Stadtkern, den ewig langen Promenaden und der sehenswerten Küstenlinie bietet reichlich Stoff für lange Besuche. Südöstlich von ihr führt die spektakuläre Pont de Normandie über die Mündung der Seine. Sie verbindet mit den Städten Le Havre und Honfleur die Haute-Normandie mit der Basse-Normandie. In Honfleur, der bildschönen Hafenstadt im Département Calvados, beenden wir unsere Tour entlang der Alabasterküste. Aus dem einst eher unbedeutenden Hafen- und Fischerörtchen ist dank seiner gut erhaltenen Altstadt und der schönen Anlagen ein heute recht beliebter Urlaubsort geworden, in dem sich ein Besuch unbedingt lohnt. Roadbook: Dieppe, Pourville-sur-Mer, Quiberville, Sotteville-sur-Mer, Veules-les-Roses, Saint-Valery-en-Caux, Veulettes-sur-Mer, Les Grandes Dalles, Saint-Pierre-en-Port, Fécamp, Yport, Ètretat, Port pétrolier am Cap d'Antifer, Le Havre, Honfleur. Start- / Zielort: Dieppe / Honfleur Länge: 165 km Highlight: Pont de Normandie – Die 1995 eröffnete, 2141 Meter lange Brücke gilt mit einer Spannweite von 856 Metern als größte Schrägseilbrücke Europas. Ihre Bauzeit betrug sieben Jahre. Sie führt in 52 Metern Fahrbahnhöhe über die Seine-Mündung, ihre Gesamt-Höhe beträgt 203 Meter. Die Maut für Autos beträgt bis zu 13,50 Euro, Motorradfahrer dürfen umsonst. Die Überfahrt ist ein tolles Erlebnis. Bei schwerem Sturm wird die Pont de Normandie auch schon mal komplett geschlossen.
    Italien / Piemont
    Von Turin, der Hauptstadt der Region Piemont, führt diese Tour auf abgelegenen Bergsträßchen Richtung Süden nach Cuneo. Das Salz in der Suppe dabei sind die geschotterte Überquerung des Colle delle Finestre und die auf ihn folgende Assietta-Kammstraße. Auf Italienisch heißt sie Torino, „kleiner Bulle“. Deshalb hat die Stadt Turin in ihrem Wappen auch einen Bullen. Hier in der fruchtbaren Ebene des Po siedelten schon die Kelten, dann kamen die Römer, deren schachbrettartiger Städtebau sich bis heute erhalten hat. 1861 wurde Turin Hauptstadt des neuen Königreichs Italien, 1899 wurde Fiat gegründet, und nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Turin endgültig zur Weltstadt, die jedoch trotz Industrialisierung ihren Charme bewahrt hat. Über Land geht es Richtung Westen aus Turin hinaus nach Almese. Jetzt heißt es, alle Sinne schärfen, denn ein kurzer, knackiger Ausflug befördert uns aus dem Val di Susa hinaus in alpine Höhen. Zunächst sind es die Kurven und Serpentinen des Col del Lys (1.314 m), die einen Felsenhang queren und eine Menge Spaß machen. Die Passhöhe bietet einen weiten Blick in die Tiefebene und ein Café mit klasse Cappuccino. Der nördliche Abstieg findet zwar auf schmaler Trasse statt, ist jedoch gut ausgebaut und serviert mehrere schöne Serpentinen. Unten im Val di Viú angelangt, legen wir die Maschine gleich wieder in eine Linkskurve und nehmen uns den Colle del Colombardo vor. Dessen damals noch recht grobe Naturpiste wurde 2007 saniert und mit feinem Schotter überzogen. So stellt der Colombardo heute auch Fahrer von reinen Straßenmotorrädern vor keine Probleme. Unterhalb des 1.898 Meter hohen Sattels steht die hübsche Kapelle Madonna degli Angeli, die noch heute das Ziel jährlicher Pilgerfahrten ist. Sie dient Wanderern und Hirten als Unterkunft und Übernachtungsplatz. Zurück im Susa-Tal fahren wir ab Condove westwärts Richtung Susa. Am Fluss Doria Riparia gelegen und von den Kelten gegründet, galt Susa immer als wichtiger Handelsort zwischen den transalpinen Routen. Ein keltischer Fürst war es auch, der sich mit den Römern gut verstand und zu Ehren von Kaiser Augustus im Jahr 9 v. Chr. den Augustusbogen errichten ließ, für den Susa heute bekannt ist. Durch ihn floss damals der Verkehr von Turin nach Gap. Geschottert wie einst ist noch heute die Auffahrt zum Colle delle Finestre (2.176 m). Allerdings so fein, dass das Befahren auch mit einer Straßenmaschine eine einfache Angelegenheit darstellt. Selbst die Radprofis des Giro d’Italia nehmen den Schotter des Finestre regelmäßig unter die schmalen Rennreifen, zuletzt im Jahr 2018. Der Scheitel des Colle delle Finestre ist gleichzeitig Einstieg zur Assietta-Kammstraße. Ursprünglich als Militärstraße zur Versorgung der italienischen Truppen im Ersten Weltkrieg erbaut, ist sie heute eine viel besuchte Spielwiese für Offroadfans im Motorrad- und Fahrradsattel. Da der Verkehr in den letzten Jahren so enorm zugenommen hat, wurde die rund 34 Kilometer lange Piste mittlerweile im Juli und August mittwochs und samstags zwischen 9.00 und 17.00 Uhr für jeglichen motorisierten Verkehr gesperrt. Der Belag der Kammstraße ist fast durchgehend ordentlich befahrbar. Eine gewisse Herausforderung stellt allerdings der Anstieg zum Monte Genevris (2.533 m) dar. Auf eineinhalb Kilometer gilt es, 15 Prozent Steigung zu überwinden. Bei Nässe kann aus der harmlosen Piste leicht eine heikle Angelegenheit werden. Am Colle Basset (2.424 m) gabelt sich die Route. Rechts ab geht es ins Susa-Tal, wir biegen links hinunter nach Sestriere ab. Der Wintersportort liegt auf 2.035 Meter Höhe und wurde in den 1930er-Jahren von Fiat-Gründer Agnelli für die Skifahrer erschlossen. Gelassen pendeln wir durch die langen Schleifen des Valle del Chisone und gelangen nach Pinerolo. Eine Runde um die Piazza Fontana, den zentralen Platz der alten Festungsstadt, dann weiter Richtung Süden über Barge nach Paesana. Von dort aus zielt ein Abstecher entlang des Po-Tales hinauf zum Pian del Re. Dessen flacher Kessel bildet das Ende des Tales und hält einen traumhaften Blick auf den imposantesten Gipfel der Cottischen Alpen bereit, den 3.841 Meter hohen Monte Viso. Zurück in Paesana folgen wir weiter dem Lauf des kleinen Po, zweigen kurz vor Saluzzo rechts ab und gelangen ins Valle Varaita. Ein paar Kilometer talaufwärts, dann beginnt im Ort Sampéyre die Anfahrt zum gleichnamigen Pass (2.284 m). Sehr schmal, sehr kurvenreich, sehr verkehrsarm – so lässt sich die durchgehend asphaltierte Passage des Colle di Sampéyre beschreiben. Die letzte Bergetappe dieses Tages erklimmt kurz hinter Stroppo den Colle Valcavera. Das tut sie auf asphaltierte, teils aber recht holperige Art und Weise. Vorbei am 2.416 Meter hohen Sattel folgt die Route dem Flüsschen Arma und trifft in Demonte auf die Hauptstraße, die uns schließlich nach Cuneo zum Ziel des Tages bringt. Tourlänge: ca. 380 km Roadbook: Turin – Almese – Colle del Lys – Colle del Colombardo – Condove – Menólzio – Colle delle Finestre – Assietta-Kammstraße – Sestriere – Perosa Argentina – Pinerolo – Barge – Paesana – Piano del Re – Paesana – Saluzzo – Frássino – Sampéyre – Colle di Sampéyre – Stroppo – Colle Valcavera – Demonte – Cuneo Highlight: Klassizistisches Juwel Cuneo. Den vielen Kriegen des Mittelalters ist es zu verdanken, dass die Provinzhauptstadt heute mit geschlossener Bausubstanz aus dem 19. Jahrhundert glänzt. Zum Beispiel auf der großartigen, von Arkaden gesäumten Piazza Galimberti. Colle delle Finestre 2176 15% 11-5 41km Colle di Valcavera 2416 13%     10-5 44km
    Spanien / Mallorca
    Die Ma-10 an Mallorcas Nordküste gilt mit Recht als eine der weltweit schönsten Küstenstraßen. Die kurvenreiche Strecke überzeugt mit grandiosen Panoramen und herausfordernden Schräglagen. Es ist eine Binsenwahrheit: Die spanische Insel Mallorca ist weit mehr als Ballermann und Strandurlaub. Nicht nur, dass sich das Image der größten Baleareninsel derzeit kräftig zum Positiven wandelt, das Eiland bietet auch reichlich Gelegenheit für fantastische Motorradtouren. Und das zu nahezu jeder Jahreszeit. Unser Tipp dazu: Preiswerte Flugverbindungen auf die Insel gibt es reichlich und der größte Motorradverleiher der Insel, Mallorquin-Bikes, bietet nicht nur einen Shuttle-Service, sondern auch bestens gewartete Motorräder und die komplette Ausrüstung und Bekleidung zum Motorradfahren. Das fahrerische Highlight der Mittelmeerinsel ist die ganz im Norden liegende Ma-10. Sie führt parallel der Küste quer durch die bergige Serra de Tramuntana, beginnt ganz im Westen bei Andratx und endet an der Formentor-Halbinsel ganz im Norden Mallorcas. Schon gleich hinter der Stadtgrenze warnt ein Verkehrsschild vor den folgenden 17 Kilometern Kurven. Ein Schild, welches sich jeder Motorradfahrer wünscht. Und nicht zu viel versprochen – zwischen grauem Fels und dichtem Nadelwald windet sich der Asphalt immer weiter in die Höhe. Nur wenige Minuten, dann wird die Landschaft immer offener, Buschwerk und würzig riechende Macchia säumen rechts und links die Straße. Der Blick wird schnell frei auf die bergige Landschaft der Tramuntana, deren faszinierende Bergwelt seit 2011 komplett als Welterbe unter dem besonderen Schutz der UNESCO steht. Die ersten Kilometer liegen hinter uns, es geht auf das Meer zu und oberhalb der schönen Bucht Cala de ses Ortigues lockt der erste Aussichtspunkt. Noch spektakulärer ist die Aussicht wenige Meter weiter beim Mirador Ricardo Roca, wo auch gleich ein nettes Restaurant lockt. Wie eine abgerollte Luftschlange windet sich die Ma-10 weiter durch die bergige Küstenlandschaft. Immer wieder glitzert linker Hand das Meer durch die Bäume. Griffiger Asphalt sorgt für spannende Schräglagen. Wir passieren das kleine Örtchen Estellencs, den Küstenort Banyalbufar und treffen kurz vor Valldemossa auf die Abzweigung hinunter nach Port de Valldemossa. Der Abstecher in den hübschen Hafenort ist ein Muss. Aber Vorsicht – die rund fünf Kilometer lange Strecke hat es in sich. Zwar gehört sie zu den reizvollsten Nebenstrecken der Insel, weist aber eine ganze Reihe enger und knackiger Serpentinen auf. Wer hier entspannt hinunterkurven möchte, sollte ein wenig Erfahrung mitbringen. Zur Belohnung gibt’s in der Bar Es Port gleich am Ortseingang ein leckeres Eis. Über Deià und Sóller folgt nun ein weiterer reizvoller Abschnitt der Ma-10. In unzähligen Kurven und Kehren mäandert der Asphalt entlang des Puig Major. Mit 1445 Metern Höhe ist er der höchste Berg Mallorcas und gemeinsam mit den beiden türkis schimmernden Stauseen zu seinen Füßen ist er ein beliebtes und bildschönes Wanderrevier. Gleich hinter dem Gipfel lockt die Ma-2141 nach sa Calobra an die Küste. Die 14 Kilometer lange Serpentinenstrecke mit dem legendären Krawattenknoten, einer 270 Grad-Kehre, ist DAS Motorradfahrer-Highlight Mallorcas. Das Örtchen sa Calobra selber ist sehr übersichtlich und besteht nur aus wenigen Häusern. Wenige hundert Meter entfernt liegt die Schlucht Torrent de Pareis. Hier hat sich ein reißender Gebirgsbach höchst eindrucksvoll durch die Felsen gefräst und eine eindrucksvolle Kulisse hinterlassen. Der kurze Fußweg dorthin lohnt sich auf jeden Fall. Zurück auf der Ma-10 kurven wir in Richtung des 576 Meter hohen Coll de sa Batalla. Hier bietet sich ein Besuch des Wallfahrtsortes und Kloster Santuari de Santa Maria de Lluc an, bevor die Ma-10 in Pollenca ihr Ende findet. Ganz ist der Fahrspaß aber noch nicht vorbei. Ab Port de Pollenca lockt noch ein toller Abstecher auf die Ma-2210. Über den reizvollen Aussichtspunkt Mirador des Colomer führt die faszinierende Strecke als Sackgasse hinaus auf das Cap de Formentor, eine Felsen-Halbinsel, die eindrucksvoll weit hinaus ins Mittelmeer ragt. Zwar ist dieser Abschnitt ab Port de Pollenca in der Hauptsaison von Mitte Juni bis Mitte September für den privaten Verkehr gesperrt, aber die Sperre gilt nur von 10 bis 19 Uhr und gerade am Abend ist die Fahrt zum Leuchtturm am Cap der perfekte Abschluss für die grandiose Küstenstrecke durch Mallorcas Norden. Roadbook: Andratx, Cala de ses Ortigues, Mirador Ricardo Roca, Estellencs, Banyalbufar, Port de Valldemossa, Valldemossa, Deià, Sóller, sa Calobra, Coll de sa Batalla, Santuari de Santa Maria de Lluc, Pollenca, Port de Pollenca, Mirador des Colomer, Cap de Formentor. Start- / Zielort: Andratx /  Cap de Formentor Länge: 175 km Highlight: Sa Calobra – Ein echtes Meisterstück der Straßenbaukunst ist die Serpentinenstrecke nach sa Calobra. Die gut zwölf Kilometer lange Strecke, die mit zwölf Serpentinen nur vier Kilometer Luftlinie und eine Höhe von 682 Metern überwindet, wurde um 1932 ohne jeden Einsatz von Maschinen erbaut. Dazu wurden 31.000 Kubikmeter Fels von Hand gelöst und bewegt. Das Highlight der Bergstraße ist der Krawattenknoten, er führt die Straße mit einer 270 Grad-Kurve unter ihr selbst hindurch.
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